Freitag, 16. Oktober 2015

Mein erster Trip: Eine Woche Dar es Salaam

30.09.2015, Mittwoch

Morgens geht es endlich mal nach Tanga. David bringt mich und Mama (die ihren Mann in Tanga besucht) nach Soni, von wo aus wir drei Stunden bis nach Tanga fahren. In jedem Dorf bzw. Städtchen halten wir an und Verkäufer mit Orangen, Chips, Softgetränken, Sonnenbrillen, Keksen und vielem mehr klopfen an die Fenster und halten ihre Ware in den Bus.
Als ich bei Carlota ankomme bin ich schon ein bisschen überrascht in was für einem riesigen Haus sie wohnt. Sie hat sogar eine Toilette und eine Dusche und sogar einen Wasserautomaten…

01.10.2015, Donnerstag

Wir fahren im Bus Richtung Dar es Salaam, quasi die Pseudo-Hauptstadt Tansanias. Es ist kein Ort für Touristen, um Urlaub zu machen. Eher, um wichtige praktische Dinge zu erledigen: Autos, Visa, Geschäfte, Einkäufe etc.. Eine sehr heiße, unattraktive, Stadt voller Menschen. Dort hat der deustche Botschafter alle Deutschen, die momentan in Tansania sind, zum Tag der Deustchen Einheit zu sich in seine Residenz eingeladen. Acht Stunden sind wir unterwegs und es ist schon dunkel. Wir tuckern immer noch durch den Abendverkehr. Wann wir aussteigen müssen wissen wir nicht. Der Kollege von Carlota, der mit uns gefahren ist, hat uns ein paar Stationen vorher verlassen und meinte: „Ich habe dem Busfahrer gebeten euch Bescheid zu sagen, wenn ihr raus müsst. Nehmt euch dann ein Bajaji (ich nenne es auch indisches Dreirad), kein Taxi, und bezahlt nicht mehr als 5000 Shilling (~2 Euro), auch wenn ihr doch ein Taxi nehmt!“
Dennoch sind wir irgendwie nervös. Carlota hört nicht auf, mir all ihre Sorgen mitzuteilen und ich muss dringend auf Klo!
Ich gehe irgendwann nach vorne und frage den Busfahrer, wann wir denn rausmüssen und er meinte: „Achja, hier!“. Ich hole also schnell Carlota und meinen Backpack und steige aus. Es ist stockduster und viele Menschen stehen vor dem Bus. Ein Bajaji finde ich nicht. Direkt spricht mich ein Taxifahrer an, und da meine Blase droht zu platzen, ich sau müde bin und mich die Dunkelheit und Dar es Salaam als die gefährlichte Stadt Tansanias nervös macht, ziehe ich Carlota mit mir, dem Taxifahrer hinter her. „25 000 Shilling (~10 Euro), das ist ein weiter Weg bis zu eurem Hostel“, sagt er und Carlota und ich gucken uns an. „Das ist viel zu viel!“ Letztendlich haben wir es auf 15 000 (~6 Euro) reduzieren können. Wir sind aber keine zwei Minuten gefahren…
Im Hostel (es hieß YMCA und hat keine 6 Euro pro Nacht gekostet) treffen wir endlich auf die anderen Kolping-Freiwilligen aus Bukoba, Singida und Mwanza und sind Pizza essen gegangen. Obwohl es schon dunkel ist, ist es sau heiß und schwül und ich schlafe mit Carlota und Nina in einem Doppelbett, weil sonst schon alle Zimmer besetzt sind.

02.10.2015, Freitag

Nach dem Frühstück gehen wir zum Strand. Wunderschön und keine Menschen. Die Hitze ist aber nicht auszuhalten. Danach fahren wir zurück ins Hostel, duschen und machen uns fertig für den Empfang beim Botschafter. Da sind ganz viele Deutsche auf einem Fleck, ganz viel Essen (Würstchen, Brötchen, Döner, Kuchen), guter Wein und ein heftiges Haus mit Pool.
Gegen halb zehn nehmen wir ein Taxi zurück zum Hostel, denn um die Ecke soll ein Club auf dem Dach sein. Und der war schon ziemlich cool. Starke Cocktails, gute Musik zum Tanzen und ein Blick über ganz Dar es Salaam. Nur die Menschen sind dort sehr seltsam..
Um fünf Uhr morgens sind wir im Hostel und müssen die Frau an der Rezeption wecken, um reinzukommen.

03.10.2015, Samstag

Heute gehen wir zu einem Markt – bei 37 Grad. Wir sind eine halbe Stunde unterwegs und auf dem Markt gibt es nichts, was man sich kaufen muss. Er ist aber riesig. Eigentlich ist es eine Halle mit zwei Stockwerken, wo sich die Ware (Töpfe, Eimer, Fahrräder, Besteck, Batterien, Tische, Betten, …) bis zur Decke stapeln. Und auch um die Halle herum sind die Straßen voller Stände. Doch die Menschen sind sehr aufdringlich und die Autofahrer rücksichtslos, weshalb wir uns auch schnell wieder auf den Rückweg machen. Nach einer Mittagspause im Hotel machen wir uns wieder auf den Weg zum Strand. Diesmal aber zum South Beach, dem berühmtesten Strand von Dar es Salaam. Er ist wunderschön: Weißer Sand, blaues Meer, Palmen, Musik und Strandhütten… nur leider voller Menschen.
Abends ist eigentlich wieder Club geplant, doch als wir erfahren, dass der heute Abend nicht öffnet, entscheide ich mich dazu, ins Bett zu gehen.

4.10.2015, Sonntag

Nachdem wir lange geschlafen haben, machen wir einen Strandtag. Erst fahren wir zum Coco Beach, der ist aber voll der Flop: Algen, Ebbe, viele Menschen und keine Schatten. Fahren also doch noch zu dem Strand, an dem wir schon am Freitag waren und liegen im Schatten und chillen. Schwimmen gehen ist hier nämlich nicht o einfach, da man mit T-Shirt und Hose geht. Abends essen wir indisch. Ich bin nicht die einzige, die das noch nie gemacht hat und bestelle mir aus einer Karte von etwa 60 Gerichten irgendetwas mit Nudeln. Letztendlich sind es 30% Nudeln und 70% Ketchup…
Morgen nehmen wir um fünf das Taxi zum Busbahnhof und fahren nach Hause.

Seid nett zu anderen!

Baadaye,
Lynn =)

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